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SPD fordert unverzügliche Ausschreibung für Zusatzwettbewerb

Die SPD-Fraktion kritisiert die Handlungsweise der sächsischen Staatsregierung zum Thema Neugestaltung des Universitätsgeländes am Augustusplatz.

„Seit dem begrüßenswerten Kompromiss zwischen Freistaat, Universität und der Stadt Leipzig sind fünf Monate vergangen, ohne dass der vereinbarte Zusatzwettbewerb ausgeschrieben wurde. Wir fordern daher die Staatsregierung auf, die Ausschreibung unverzüglich zu veranlassen“, erklärt Dr. Joachim Fischer, Fraktionsvorsitzender der SPD. Wir verlangen ein klares und transparentes Verfahren, welches den gegenwärtigen öffentlichen Diskurs aufgreift.

Die Faktenlage ist klar und eindeutig: Staatsregierung, Universitätsleitung und der Leipziger Oberbürgermeister haben sich auf einen modernen Erinnerungsbau geeinigt, der sowohl als Aula wie auch als Kirche genutzt werden kann und gleichwertig geistiges als auch geistliches Zentrum darstellt. Der Stadtrat unterstützt ebenso eine von außen erkennbare und öffentlich zugängliche geistig-geistliche Mitte der Universität auf dem Standort der ehemaligen Paulinerkirche, die sowohl der kulturhistorischen Bedeutung der Universitätskirche für die Stadt Leipzig gerecht wird, als auch in würdiger und angemessener Form an deren Sprengung erinnert. Maßgebend für den zu realisierenden Entwurf sind die funktionalen Anforderungen der Leipziger Universität und die städtebauliche Einbindung des Campus in die Leipziger Innenstadt. Damit wird der Meinung der deutlichen Mehrheit der Leipziger Bevölkerung entsprochen.

Ein baldmöglicher Start des Umbaus des Universitätsgeländes am Augustusplatz ist notwendig, damit die Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahmen bis zum Universitätsjubiläum im Jahr 2009 gewährleistet wird. So hat die SPD vorgeschlagen, den unstrittigen Mensa-Neubau zeitnah zu beginnen.