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Der Einladung zur einer öffentlichen Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion in Burghausen zum Thema „Verkehrsplanung im Raum Burghausen/Rückmarsdorf“ waren zahlreiche interessierte Bürger und Kommunalpolitiker am gestrigen Tage gefolgt. Als kompetenter Referent und Gesprächspartner gab der Leiter des Amtes für Verkehrsplanung der Stadt Leipzig, Herr Walter Stein, zunächst einen Überblick über die Ausbaupläne der Bundesstraße 181. Die Straße ist bekanntlich Bestandteil des mittelfristigen Straßen- und Brückenbauprogramms der Stadt Leipzig und soll innerstädtisch in vier Bauabschnitten saniert werden. Dabei soll der Kreuzungsbereich zur Schomburgk- und Hupfeldstraße zuerst ausgebaut werden. Schwieriger gestaltet sich die Situation in den bebauten Gebieten, wie Rückmarsdorf. Die Forderung des Freistaates, einen vierspurigen Ausbau durchgehend zu realisieren, ist nicht einfach so umsetzbar. Herr Stein informierte, dass durch ein Planverfahren derzeit alle Varianten geprüft werden. Dabei soll auch die Möglichkeit einer Umgehungsstraße für Rückmarsdorf diskutiert werden, wobei die Chancen auf Realisierung geringer sind, als beispielsweise in Dölzig. Die Problematik, dass eine vierspuriger Ausbau der Bundesstraße wahrscheinlich mehr Verkehr anziehen würde als derzeit vorhanden, wurde von den Anwohnern mehrheitlich kritisiert. Die B 181 ist in dem in der vergangenen Woche veröffentlichten Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes mit hoher Priorität enthalten. So könne für den Abschnitt von der Autobahn A 9 bis zur Stadtgrenze Planung und Ausbau zeitnah beginnen.

Edeltraut Höfer, zuständige Amtsleiterin für die Planung von Straßen- und ÖPNV-Netze der Stadt Leipzig erläuterte anschließend die Radverkehrsprojekte für die Verbindung Burghausen bis Löwen-Center, sowie Rückmarsdorf bis Grünau. Geplant ist für letztgenannte Verbindung ein Zweirichtungsradweg. Der notwendige Bebauungsplan soll im April im Ortschaftsrat Rückmarsdorf öffentlich diskutiert werden. Frau Höfer hofft, dass Ende dieses Jahres der B-Plan zum Beschluss vorliegt. Mit der Haushaltsdiskussion für 2004 müsse im Stadtrat entschieden werden, ob der Radwegeausbau zeitlich dem geplanten Straßenausbau in der Miltitzer Straße vorgezogen werden soll. Die SPD-Fraktion würde dies befürworten, da eine gemeinsame Realisierung der Projekte – Straßen- und Radwegebau – aufgrund der angespannten Haushaltslage erst im Jahre 2006 möglich ist. Für die Verbindung Burghausen – Löwen-Center soll ein kombinierter Rad-/Fußweg eingerichtet werden. Derzeit befinden sich noch zwei Grundstücke entlang der geplanten Route in privatem Besitz. Ein Bebauungsplan soll die Eigentumsverhältnisse klären. Helmut Voß, SPD-Stadtrat aus Burghausen, berichtete, dass sich ein ortsansässiges Autohaus vor einiger Zeit bereit erklärt hatte, finanziell am Radwegeausbau in Burghausen zu beteiligen. Die SPD-Fraktion setzt sich für einen zeitnahen Bau dieser Radwegeverbindung ein.