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Ingrid Glöckner: Einkaufsmarkt in Schönefeld in der Umgebung der Gorkistraße ansiedeln

„Der immer wieder kritisierte „Stadtentwicklungsplan Zentren“ wurde vom Stadtrat im März 2009 als Handlungsgrundlage zur Einzelhandelsentwicklung in Leipzig fortgeschrieben und beschlossen. Er ist notwendig, um die gewachsenen Einzelhandelsstrukturen in Leipzig zu stützen. Der STEP sorgt – soweit dies möglich ist – dafür, dass eine bürgernahe Nahversorgung gesichert wird. Dies ist angesichts des größer werdenden Teils älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger von großer Bedeutung.
Der Stadtentwicklungsplan sichert außerdem Arbeitsplätze im kleinteiligen Einzelhandel und Investitionen in Millionenhöhe in den bestehenden Stadtquartieren. Die Nachteile, die eine ungesteuerte Einzelhandelsentwicklung mit sich bringen, hat Leipzig in den frühen 1990er Jahren leidvoll erfahren müssen“ erklärt Ingrid Glöckner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Glöckner weiter: „Die Kritik der Herren Maciejewski und Hobusch am STEP Zentren geht ins Leere. Es gibt eine eindeutige Beschlusslage, die für die Verwaltung, Baudezernat wie Baubürgermeister, verbindlich ist, auch wenn es einigen Stadträten offensichtlich nicht passt, was die Ratsversammlung beschlossen hat.“

Zur derzeit diskutierten Erweiterung des Einkaufsbereiches „Sonnenwall“ äußert Ingrid Glöckner, baupolitische Sprecherin der Fraktion und Stadträtin aus Schönefeld: „Die Pläne, einen weiteren Discounter am Sonnenwall zu etablieren, stößt bei mir, aber auch bei vielen Schönefeldern auf Kritik. Meine Befürchtung ist, dass damit die Gorkistraße weiter an Kaufkraft verliert. Die Gorkistraße als D-Zentrum ist ein wichtiges Scharnier zwischen Altschönefeld und Schönefeld-Ost. Sie hat in den letzten Jahren an Attraktivität eingebüßt und sollte nicht durch eine Kaufkraftkonzentration am Sonnenwall noch weiter verlieren.
Der Markt, wenn er überhaupt angesiedelt werden soll, kann nur in der unmittelbaren Umgebung der Gorkistraße entstehen. Ich kann mir ein Areal zwischen Sparkasse und Löbauer Straße gut vorstellen. Hierzu sollte die Verwaltung Vorschläge machen.
Der von der CDU bevorzugte Standort Lazarusstraße/Ossietzkystraße ist nach meiner Einschätzung für die Anwohner zu lärmintensiv, steht er doch in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung. Außerdem widerspricht dieser Standort dem STEP Zentren, den der Stadtrat beschlossen hat, um eben eine unkontrollierte Ansiedlung von Einkaufsmärkten zu verhindern. Falls es hier aus Sicht einzelner Stadträte Korrekturbedarf gibt, können entsprechende Anträge in den Stadtrat eingebracht werden.“