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Vertretbarer Kompromiss zwischen Investition und Denkmalschutz notwendig

Die SPD-Fraktion kritisiert den Streit hinsichtlich der geplanten Ansiedlung der Firma Porta auf dem Alten Messegelände.
„Die Position der Denkmalsschützer ist für den Investor, aber auch für viele Leipziger, nicht nachvollziehbar. Warum sollen ruinöse Fassaden, die statisch gar nicht mehr zu halten sind, stehen bleiben?“ fragt Ingrid Glöckner, baupolitische Sprecherin der Fraktion.

Glöckner weiter: „Wird in diese marode Substanz eingegriffen, bleibt am Ende nicht mehr viel Erhaltenswertes und damit ist das Denkmal eigentlich gar kein Denkmal mehr. Dann sollte konsequent eine an das alte Vorbild angelehnte neue Fassade geschaffen werden.
Die Alte Messe benötigt dringend diese Investition. Die Entscheidung, ob Porta auf der Alten Messe investiert oder nicht, liegt jetzt bei der Landesdirektion.“

Heiko Bär, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion ergänzt: „Der Investor hat jederzeit von sich aus den Erhalt und die Pflege der markanten Halle 2 gewollt und angeboten. Knapp 20 Jahre warten die Hallen auf eine bleibende Nachnutzung. Bisher hat kein Interessent Geld in einer Größenordnung in die Hand genommen, damit diese Baudenkmäler nicht völlig verkommen.
Auch der Eindruck der Kubatur und der Fluchtlinien der gegenwärtigen Hallen 1 und 3 werden im neuen Bau mit aufgenommen. Die wirtschaftliche Bedeutung der Investition, verbunden mit dem freiwilligen Engagement des Investors zum Denkmalschutz sind zu begrüßen.“

„Auch der Landesdenkmalschutz und die Landesdirektion sind aufgerufen, im Rahmen des gesetzlichen Denkmalschutzes private Investitionen und wirtschaftliche Wertschöpfung nach Kräften zu unterstützen und nicht zu verhindern. Wirtschaftsförderung muss Querschnittsaufgabe aller Bediensteten bei Stadt und Land sein. Denn auch deren eigene Zukunft hängt, wie die aller Menschen in der Region, von wirtschaftlichen Investitionen und ihrem Erfolg ab“ erläutert Bär abschließend.