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Mathias Weber: Stellen bei Suchtprävention aufstocken

Die Zahlen der gestern von der Polizei vorgelegten Kriminalitätsstatistik sprechen eine sehr eindeutige Sprache. Gerade aus diesem Grund kann die SPD-Stadtratsfraktion die Stellenstreichungen der Landesregierung von knapp 2.500 Polizeibediensteten in Sachsen nicht nachvollziehen. Von den derzeitig 248 sächsischen Präventionsmitarbeitern bei der Polizei sollen mehr als dreiviertel gestrichen werden.

Mathias Weber, jugendpolitischer Sprecher der SPD und Mitglied im Leipziger Drogenbeirat: „Die Präventionsarbeit der Polizei leistet einen unschätzbaren Wert. Unter anderem mit ihrer Hilfe gelingt es, dass Kinder und Jugendliche gar nicht erst zu Suchtmitteln greifen. Die Nachfrage von Leipziger Schulen nach präventiver Suchtberatung ist enorm und kann derzeit nicht gedeckt werden. Verstärkend wirkt sich aus, dass der Landtag bereits im Dezember letzten Jahres eine Verringerung der Landesförderung für Suchtberatungs- und Behandlungsstellen beschlossen hat. Das heißt, dass es in Leipzig in Summe zu einer deutlichen Verschlechterung der Beratungs- und Präventionsarbeit kommen wird. Da schließt sich leider der Kreis.“

„Wenn dem Freistaat Sachsen wirklich an einer Verringerung der Beschaffungskriminalität läge, dann müssten die Stellen der Suchtprävention nicht verringert, sondern aufgestockt werden. Derzeit bauen wir hier in Leipzig auf das Verhandlungsgeschick des Polizeipräsidenten, Herrn Wawrzynski, dass er die Stellenkürzungen bei der polizeilichen Drogenprävention in Größenordnungen noch verhindert“ erklärt Mathias Weber abschließend.