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In dem aktuellen Suchtbericht der Stadt Leipzig wird auf das frühe Einstiegsalter und die hohe Anzahl der rauchenden Jugendlichen hingewiesen. Rauchen wird, im Unterschied zum Alkoholkonsum, schnell zur alltäglichen Gewohnheit. Suchtvorbeugung dürfe sich nicht auf reine Informationsvermittlung beschränken. Ziel der präventiven Arbeit müsse eine Änderung des Images sein: Rauchen solle nicht mehr als „Coolsein“ gelten.„Das reicht nicht aus. Zu einer wirksamen Prävention gehört die rauchfreie Schule“, sagt Prof. Dr. Thomas Fabian, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Das würde bedeuten, dass niemand in Schulgebäuden raucht, also auch keine Lehrerinnen und Lehrer. Rauchverbote müssen auch für Lehrkräfte gelten, sonst sind pädagogische Bemühungen, Schüler zu gesundheitsbewusstem Verhalten anzuregen, unglaubwürdig. Schulen sind häufig der soziale Kontext, in dem Jugendliche ihre ersten Raucherfahrungen machen. Deshalb müssen Schulen rauchfrei werden.

Der Weg zur rauchfreien Schule ist nicht einfach: „Am Anfang der Durchsetzung der rauchfreien Schule müssen intensive Diskussionen an den Schulen geführt werden, in denen die verschiedenen Meinungen ausgetauscht werden. Ein Rauchverbot sollte dann auf einer von der Mehrheit getragenen Entscheidung beruhen“, meint Thomas Fabian. „Ein grundsätzliches Rauchverbot muss dann verbindlich sein und die Einhaltung kontrolliert werden.“