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Die SPD-Stadtratsfraktion fordert eine landeseinheitliche Koordinierung der Nahverkehrsplanung im Freistaat Sachsen. „Die Bildung einer zentralen Landesverkehrsgesellschaft (LVG) mit der alleinigen Verantwortung für den Schienennahverkehr ist unser Ziel“ erklärt Stadträtin Anja Pohl, Mitglied im Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig.

Der diese Woche vereinbarte Koordinierungsbeirat, dem Vertreter der Kommunalebene, der Verbände und des Landes angehören und der den landesweit bedeutsamen Bahnverkehr koordinieren soll, kann nur ein Zwischenschritt sein. Die fünf Zweckverbände, die den Nahverkehr in Sachsen steuern, sollen Möglichkeiten von Verbandszusammenschlüssen prüfen, an deren Ende idealerweise die Gründung einer zentralen LVG steht.

In anderen Bundesländern, wie z.B. in Sachsen-Anhalt mit der NASA, existieren bereits zentrale Landesverkehrsgesellschaften. Diese haben den Vorteil, dass sich der Verwaltungsaufwand insgesamt reduziert. Außerdem wird die Ausschreibung von Linien, die mehrere Zweckverbände betreffen (z.B. Leipzig-Dresden), vereinfacht und man hat eine bessere Verhandlungsposition gegenüber den Verkehrsunternehmen (Deutsche Bahn AG), da mehr Zugkilometer bestellt werden.
Auch der sächsische Verkehrsminister Thomas Jurk unterstützt eine landeseinheitliche Koordinierung des Nahverkehrs.