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Die SPD-Fraktion hat sich in ihrer letzten Fraktionssitzung mit der Vorlage „Netz 2010 – einfach mehr Bus“ beschäftigt. Bereits im April hatten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und das zuständige Verkehrs- und Tiefbauamt die Busnetzreform in der Fraktion ausführlich vorgestellt.
„Wir unterstützen die Grundzüge der Vorlage und befürworten einen Beschluss in der Ratsversammlung am 16. Juni 2010, damit die Netzreform wie geplant im Oktober umgesetzt werden kann“ erklärt Ingrid Glöckner, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Glöckner weiter: „Das neue Busnetz ist insgesamt eine Verbesserung des Angebotes der LVB, insbesondere auch für bisher nicht bzw. schlecht erschlossenen Bereiche der Stadt. Es ist ein wichtiger Schritt der LVB zur Gewinnung neuer Fahrgäste und der damit verbundenen Einnahmensteigerung.“
Grundlage der Netzreform ist der 2007 vom Stadtrat beschlossene Nahverkehrsplan der Stadt Leipzig und das „Konzept zur Finanzierung des ÖPNV in der Stadt Leipzig und Betrauung der LVB“, dem die Ratsversammlung im Oktober des vergangenen Jahres zugestimmt hatte.

„Als Einwohnerin von Schönefeld begrüße ich insbesondere die Einführung der Quartiersbuslinie 77, die auf ihrer Fahrt vom Stannebeinplatz zur Emmausstraße wichtige Stellen im Stadtteil, wie das Ärztehaus, anfahren soll, die bisher von der Linie 90 bedient wurden. Darüber hinaus wird die von vielen Bürgern schon lange geforderte Anbindung von Sellerhausen-Stünz an das Busnetz sicher gestellt. Kritisch sehe ich jedoch die geplante neue Haltestelle Schwantestraße. Hier sollte die LVB noch mal prüfen, ob dieser Haltepunkt wirklich sinnvoll ist“ fordert Ingrid Glöckner, Mitglied im Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau.

Die SPD-Fraktion hat zur Vorlage einen Änderungsantrag hinsichtlich der weiteren Prüfung der Verlängerung Buslinie 74 in Lindenau bis in den Bereich Rietschel-/Friesenstraße ins Verfahren gebracht. Christian Schulze, Stadtrat aus Lindenau, begründet die Intention wie folgt:
Viele Einwohner aus Lindenau begrüßen die neue Buslinie 74 in ihrem Stadtteil. Durch eine Verlängerung der Linie bis zur Rietschel-/Ecke Friesenstraße würde das Wohngebiet insgesamt noch besser durch den ÖPNV erschlossen. Der Bus würde ca. 300 Meter weiter fahren, also eine Haltestelle zusätzlich bedienen. In Summe ein kleiner Mehraufwand für die LVB, aber ein großer Nutzen für viele Menschen. Während am Friesenkrankenhaus genügend Platz für eine Bus-Wendestelle und für die notwendige Pausen-Infrastruktur der Fahrer zur Verfügung steht, würde der ohnehin knappe öffentliche Parkraum durch die derzeit geplante Wendestelle an der Nathanael-Kirche nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen.
Außerdem ist der Fußweg in der Rietschelstraße im Abschnitt zwischen Friesenstraße und Erich-Köhn-Straße in einem desolaten Zustand und somit für mobilitätseingeschränkte ältere Menschen oder Eltern mit Kinderwagen nur mit Einschränkungen zu benutzen.