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IOC-Ankündigung nicht verwirklicht

Die SPD-Stadtratsfraktion bedauert die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Leipzig nicht als Kandidatenstadt in die Endrunde der Bewerberstädte für die Olympischen Spiele 2012 zu nominieren. „Trotz hervorragender Arbeit ist es leider nicht gelungen, dass IOC von den Qualitäten Leipzigs zu überzeugen“ erklärt Dr. Joachim Fischer, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Entgegen Vorstellungen des IOC-Präsidenten, Jacques Rogge, Olympia weg vom Gigantismus, hin zu kompakten, überschaubaren und finanzierbaren Spielen zu führen, wurde Leipzigs Konzept durch das IOC nicht berücksichtigt. Diese Entscheidung ist schmerzhaft, wirft uns aber mit Sicherheit nicht um. Es wäre falsch gewesen, wenn wir die Bewerbung erst gar nicht gewagt hätten. Fair play hätten wir bei einer Nominierung Leipzigs von den unterlegenen Mitkonkurrenten gefordert und dies gilt es nun umgekehrt zu zeigen. Wir sind uns sicher, dass die Leipziger faire Verlierer sein werden.

Die SPD-Fraktion dankt allen Beteiligten des Projektes, insbesondere den Mitarbeitern der Bewerbungskomitee Leipzig 2012 GmbH und des Olympiabüros der Stadt Leipzig. Nach der schwierigen Phase im Herbst des vergangenen Jahres wurde neuer Schwung geholt, leider ohne den verdienten Erfolg. Wir hoffen, dass die Analyse der Niederlage insgesamt sachlich und fair erfolgt. Wir Sozialdemokraten haben von Anfang an die Bewerbung mit ganzer Kraft unterstützt. Dass wir den innerdeutschen Wettbewerb klar gewonnen haben, beweist, welches Potential Leipzig hat. Die Unterstützung zahlreicher nationaler und regionaler Sponsoren, sowie von Prominenten aus Politik, Sport, Wirtschaft und Kultur zeigt, welche Sympathien Leipzig genießt. Besonderer Dank gebührt den Leipziger Bürgern, die mit ihrem einzigartigen Elan die Bewerbung vorangebracht haben.

Wir sind überzeugt, dass die Leipziger Bürger den Kopf jetzt nicht hängen lassen, sondern die nächste Herausforderung in Angriff nehmen. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird zahlreiche internationale Gäste in die Messestadt bringen und Leipzig in aller Welt noch bekannter werden lassen. Die Leipzigerinnen und Leipziger werden dann ein guter Gastgeber sein.