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Artikel von Christopher Zenker für das Amtsblatt vom 04.06.2016Christopher_Zenker2

Nur 15 Prozent der Erstaufnahmeeinrichtungen sind belegt, aber Leipzig baut weitere Unterkünfte. Warum? In den Einrichtungen es Landes bleiben Geflüchtete zunächst nur kurz. Es finden vor allem Registrierung und Gesundheitsuntersuchungen statt. In den kommunalen Einrichtungen leben Geflüchtete länger. Sie müssen u.a. Deutsch lernen, Kinder gehen wieder zur Schule und erste Berufsvorbereitungen finden statt – mit dem Ziel: selbstbestimmtes Leben in unserer Stadt, damit Integration gelingt.

Der Kommune ist es Ende letzten / Anfang diesen Jahres gelungen, allen Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf zu geben. Dazu musste aber für fast 1.500 Personen auf Notunterkünfte wie Hallen oder Zelte zurückgegriffen werden. Diese Unterkünfte sind auf Dauer menschenunwürdig, sie bieten keine Privatsphäre, Krankheiten können sich leichter ausbreiten und die gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen lassen sich kaum in einem hygienischen Zustand halten. Diese Unterkünfte müssen schnellstmöglich geschlossen werden. Aus humanitären und aus finanziellen Gründen. Neben den Plätzen die zur Schließung der Notunterkünfte benötigt werden, brauchen wir Unterkünfte für neu zugewiesene Flüchtlinge. Es müssen daher auch in den nächsten Monaten weitere Unterkünfte gebaut werden.