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SPD-Fraktionschef Christopher Zenker spricht sich vor dem Hintergrund, dass die historische Leuchtreklame am Brühl nach einem gerichtlichen Vergleich wieder installiert wird, dafür aus, dass auch weitere historische Leuchtreklamen reaktiviert werden sollten.

„Ich würde es sehr begrüßen, wenn auch weitere historische Leuchtreklamen, die seit Jahrzehnten eng mit dem Erscheinungsbild unserer Stadt verbunden sind, wieder reaktiviert werden. Ein gutes und sehr beliebtes Beispiel ist die ,Löffelfamilie‘. Kaum jemand kann sich die Karl-Liebknecht-Straße seit der Wiederinbetriebnahme ohne sie vorstellen. Zum Beispiel auch in der Prager-, Grünewald und der Windmühlenstraße sind auf und an den Gebäuden noch alte Leuchtreklamen vorhanden, die teilweise vor ein paar Jahren farblich überarbeitet wurden. Es wäre schön, wenn auch sie bald wieder leuchten würden“, erklärt Christopher Zenker.

Allerdings geht es dem Sozialdemokraten nicht allein darum, historische Leuchtreklamen in den Blick zu nehmen. Die Art der Werbung verändert sich und mittlerweile sind unter anderem auch in der Petersstraße digitale Werbetafel zu sehen.

„Digitale Außenwerbung bietet für die Unternehmen, denen sie gehören, natürlich vielfältige Möglichkeiten, denn es kann mehr Werbung gezeigt werden, ohne, dass regelmäßig ein Mitarbeiter vorbei kommen muss, um Plakate auszutauschen. Aber auch für die Stadtverwaltung und die Bürger würden diese Werbeanlagen neue Möglichkeiten bieten“, so Zenker.

So gebe es die Möglichkeit, dass neben Werbung auch Nachrichten oder – für die Stadtverwaltung attraktiv – wichtige Meldungen wie Unwetterwarnungen oder andere sicherheitsrelevante Themen eingeblendet werden können.

„Die Stadtverwaltung muss vor diesem Hintergrund ihr Verhältnis zu digitaler Außenwerbung klären und sich mit den Betreibern der Anlagen abstimmen“, erklärt Christopher Zenker weiter und ergänzt: „Vor einigen Jahren gab es den Plan, auch an der Fassade der Höfe am Brühl eine große digitale Leinwand zu installieren, auf der Werbung und Nachrichten angezeigt werden sollten. Mit dem Hinweis auf die Verkehrssicherheit an der Kreuzung Gerberstraße/Tröndlinring hatte die Verwaltung diese Anlage nicht genehmigt. Ich halte diese Entscheidung für falsch, zumal jahrelang auf der gegenüber liegenden Seite, am mittlerweile abgerissenen Robotron-Gebäude, eine digitale Werbefläche installiert war. Es muss nur klar geregelt werden, welche Leuchtstärke die Leinwand haben und welche Art von Werbung, Standbilder oder Clips, dort gezeigt werden darf. Hier sollte die Verwaltung einen konkreten Vorschlag unterbreiten.“