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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Deutsche Bahn (DB) bietet in über 40 deutschen Großstädten für alle Bahn-Card-Kunden die Möglichkeit an, ihre Fernverkehrsfahrkarte als „City-Ticket“ zu nutzen. Damit können Sie am Ankunftsort kostenlos mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu ihrem Zielort fahren, was die Attraktivität des Bahn fahren steigert. Für Reisende nach Leipzig existiert ein solches Angebot noch immer nicht, da sich die DB und der MDV bisher nicht auf einen Ausgleich an die LVB für verminderte Tarifeinnahmen einigen konnten. Auch die Stadt Halle soll in das Modell einbezogen werden.

Die Studentenvertretungen der Universitäten Leipzig und Halle fordern seit geraumer Zeit die Einführung eines Semestertickets, das zum pendeln zwischen beiden Städten berechtigt. Beide Unis haben mit Jena in den 90er Jahren einen Universitätsverbund gegründet, der den vermehrten Austausch ihrer Studenten und den gegenseitigen Besuch von Vorlesungen und Seminaren zum Ziel hat. Um diese Zusammenarbeit voranzubringen ist ein attraktives Angebot, das die nichtmotorisierte Mobilität der Studenten gewährleistet, notwendig. In vielen Verkehrsverbünden (z.B. Rhein-Main und Ruhrgebiet) existiert ein solches Semesterticket bereits. Im MDV-Bereich scheiterten die Verhandlungen bisher an den unterschiedlichen Preisvorstellungen zwischen Verkehrsverbund und Studentenvertretungen.

Wir fragen daher an:

  1. Wann kann mit einem Abschluss der Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zum City-Ticket gerechnet werden?
  2. Welche Chancen und Einflussmöglichkeiten sieht die Stadt für die Einführung eines MDV-weiten Semestertickets?