Download PDF

SPD-Fraktion fordert Dialog und Versachlichung der Diskussion

Auf Unverständnis stößt bei der SPD-Fraktion die harsche Ablehnung des Siedlerverbands der Thomas-Müntzer-Siedlung zur Errichtung einer neuen Kindertagesstätte auf der Festwiese an der Knautnaundorfer Straße.

„Auch in Knauthain und Hartmannsdorf ist ein hoher Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen vorhanden. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass sich auch aus diesen Stadtteilen regelmäßig Bürgerinnen und Bürger an Stadt- und Stadtbezirksbeiräte wenden, die nach einer Betreuung für ihre Kinder suchen. Noch deutlicher wird dies an der Warteliste der Kindertagesstätte „Holunderzwerge“, denn auf ihr stehen über 80 Kinder. Auch das statistische Jahrbuch von 2011 zeichnet ein deutliches Bild. Demnach leben 270 Kinder zwischen null und sechs Jahren in Knauthain“ sagt Ute Köhler-Siegel, Stadträtin aus Südwest und Mitglied im Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Bildung.

Christopher Zenker,  Stadtrat und Mitglied im Kinder- und Familienbeirat ergänzt: „Um die Diskussion zu versachlichen, sollten sich Stadtverwaltung und Siedlerverband in Verbindung setzen, um das Vorhaben gemeinsam mit dem Träger in einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen. Dadurch kann mit Mythen aufgeräumt werden, denn es ist keineswegs geplant, die Festwiese komplett zu bebauen. Darüber hinaus wird die vergleichsweise kleine Kindertagesstätte nicht zu den Verkehrsbelastungen führen, wie sie in der Petition suggeriert werden. Wie Kindertagesstätten in Wohngebiete integriert werden können und dort sogar gewünscht sind, zeigen in Leipzig zahlreiche Beispiele. Die Kritiker sollten sich deshalb ein Bild von solchen Lösungen machen.“

„Eine Kindertageseinrichtung kann neben der Lebendigkeit, die von ihr ausgeht, die Siedlung zusätzlich bereichern, wenn es gelingt mit dem Träger eine öffentliche Nutzung des Spielplatzes zu realisieren. An anderen Stellen Leipzigs funktioniert das bereits und stärk damit das Freizeitangebot vor Ort.“ so Köhler-Siegel weiter.

„Stadtverwaltung, Anwohner und zukünftiger Träger sind aufgefordert konstruktiv zusammenzuarbeiten, um insbesondere auf die Sorgen und Ängste bezüglich der verkehrlichen Erschließung Antworten zu finden,“ so Zenker abschließend.