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Artikel von Manfred Rauer für Amtsblatt vom 26.09.2009

 

Der 9. Oktober 1989 ist ein herausragendes Datum. An diesem Tag wurde in Leipzig Geschichte geschrieben, ein politisches System begann zu wanken und war wenige Monate später von der politischen Landkarte verschwunden. Dazu bedurfte es des Mutes von über 70.000 Menschen und ihres Willens, keine Gewalt anzuwenden. Die spektakulären Bilder der friedlichen Demonstranten mit der Losung „Wir sind das Volk!“ gingen um die ganze Welt. Viele Leipzigerinnen und Leipziger sowie Menschen aus anderen Orten sagen mit Stolz „wir sind dabei gewesen“.

Am 9. Oktober 2009 steht Leipzig im Zeichen des Gedenkens an diese Friedliche Revolution vor 20 Jahren. Als Höhepunkt der Feierlichkeiten findet im Anschluss an das Friedensgebet in der Nikolaikirche ein Lichtfest entlang des historischen Demonstrationsweges auf dem Innenstadtring statt. Es steht für die Erinnerung, symbolisiert aber auch den Willen zu Einheit und Freiheit auf friedlichem Wege. Deshalb ist es richtig, dass der Stadtrat, trotz berechtigter Kritik an der Eilbedürftigkeit der Vorlage, die Finanzierung gesichert hat.

Gedenken braucht aber auch Symbole. In diesem Zusammenhang steht das in Leipzig geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal zur Erinnerung an diesen historischen Tag und die Würdigung des Mutes der Frauen und Männer, die ihn möglich gemacht haben. Die SPD-Fraktion wird dieses Anliegen weiterhin konstruktiv unterstützen und sich für die Realisierung im Jahr 2014 einsetzen.